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Die Jagdhornbläsergruppe

Gründung der Gruppe 1963

Die Entstehung unserer Bläsergruppe, vor über 40 Jahren eine Besonderheit:

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"Der Jagdschutz- und Jägerverein e.V. Kaufbeuren veranstaltet am Sonntag, den 7. Juli im Gasthaus Schmid zu Helmishofen ab 14 Uhr ein Gartenfest. Die Musikkapelle Frankenhofen, unter Alfons Mangold, wird die Besucher mit Stimmungsmusik und deutschen Volks- und Jägerliedern erfreuen. Eine Besonderheit ist das erstmalige öffentliche Auftreten der Jagdhornbläsergruppe der Jägerschaft des Kreises Kaufbeuren. Sie bläst eine Reihe von Jagdsignalen und -fanfaren. Der eigentliche Sinn dieses Jagdhorblasens ist, nicht zu konzertieren, sondern es soll vornehmlich den Jägern unserer Heimat den Wert dieses Brauchtums näher bringen."

Dieser Zeitungsbericht stammt aus dem Jahre 1963. Was damals eine Besonderheit war, ist heute selbstverständlich. Die heutigen Jäger und die interessierte Öffentlichkeit möchten das Brauchtum des Jagdhornblasens nicht missen. Der Klang der Jagdhörner gehört heute einfach dazu.

1964-1982

Der gelungene Start beim Gartenfest in Helmishofen im Juli 1963 sprach sich in Jägerkreisen herum. Weitere Interessenten stießen zu der Gruppe, Eduard Hübner und Dieter Richter, beide aus Neugablonz, sowie Werner Krug aus Weinhausen.

Schon 1961 richtete der Landesjagdverband Bayern seinen ersten Landesbläserwettbewerb aus. Dieser Herausforderung wollte man sich stellen.

Klingelbach1968.jpg (103717 Byte)

Zum 6. Landesbläsertreffen 1968 in Klingelbach war die Gruppe soweit. Unter Leitung von Alfons Mangold errangen die "Sieben tapferen Schwaben" auf Anhieb das Silberne Bläserabzeichen.

Danach ging es mit der Gruppe steil bergauf. Es hatte sich auch einiges getan. Da der Hornmeister A. Mangold leider schwer erkrankt war, übernahm Werner Krug die Leitung. Mit Otto Wenzel, Kaufbeuren und Wilfried Wiedemann, Marktoberdorf erfuhr die Gruppe weitere Verstärkung. Insbesondere aber Karl Benzinger, Neugablonz, ein Solotrompeter des Sinfonieorchesters des Bayerischen Rundfunks erwarb sich große Verdienste.

Hier die Erfolgsbilanz:
1968 Silber in Klingelbach mit A. Mangold, J. Martin, E. Hübner, E. Lucke, S. Haider, M. Mangold, W. Krug
1972 Silber in Eichstätt/Rebdorf mit W. Krug, E. Lucke, J. Martin, W. Wiedemann, D. Richter, E. Hübner, O. Wenzel, J. Haider, M. Mangold
1976 Gold in München mit W. Krug, M. Mangold, J. Martin, E. Hübner, D. Richter, U. Richter, E. Lucke, O. Wenzel, W. Wiedemann, R. Schwarz, N. Furchner
1978 Gold in Landshut mit W. Krug, M. Mangold, J. Martin, E. Hübner, E. Lucke, O. Wenzel, N. Furchner, E. Dollinger
1980 Gold in Weißenburg mit W. Krug, M. Mangold, J. Martin, E. Hübner, E. Lucke, O. Wenzel, N. Furchner, E. Dollinger, H. Schopf, St. Schopf
1982 Silber in München mit W. Krug, M. Mangold, J. Martin, E. Hübner, E. Lucke, O. Wenzel, N. Furchner, E. Dollinger, H. Schopf, St. Schopf, P. Schopf, Chr. Radmüller, J. Huttler

Die Kaufbeurer Jagdhornbläser und das Tänzelfest

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Tänzelfest 1965

hinten links: Werner Krug, Sepp Haider, Mathias
Mangold
vorne links: Hans Martin, Ewald Lucke, Alfons,
Mangold


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Im großen Festumzug des Kaufbeurer Tänzelfestes wirken bis zu 1600 Kinder in stilreinen Zeittrachten beginnend von der Frühzeit der Stadt im 09. Jahrhundert bis zum 19. Jahrhundert mit. Im Jagdzug aus dem 16. Jahrhundert marschierten seit 1964 die Kaufbeurer Jagdhornbläser in zeitgemäßer Jägertracht als "Hifthornbläser"  mit, zusammen mit den " Damen und Herren zu Pferd", den "Falknern", den "Meuteführern", den "Jägern und Treibern" und dem "Beutewagen".

Für ihr Engagement im Tänzelfest-Umzug verlieh der 1. Vorsitzende des Vereins Herr Walter Werz im Jahre 1977 den "Großen Maximilian" an die Jagdhorngruppe Kaufbeuren.

 

 

Die Bläsergruppe heute

Die heutige Jägerschaft aus Kaufbeuren und Umgebung verdankt diese Gründung ihrem damaligen 1. Vorsitzenden Max Hauser, Blonhofen. Er beauftragte in der Generalversammlung am 10. März 1962 seinen Schriftführer Werner Gehner, die Angelegenheit in die Hand zu nehmen. Dieser trommelte interessierte Jäger zusammen, ermöglichte erste Proben und hielt die Sache am Laufen. Nach einem Jahr und einigen vereinsinternen Auftritten, konnte dann das Gartenfest in Helmishofen steigen. Gemeinsamer Leiter der Musikkapelle und der Jagdhornbläser war Alfons Mangold.

Von der damaligen Gruppe blasen heute noch aktiv mit:
Ewald Lucke (82), Hans Schopf (76), Hans Martin (68) und Mathias Mangold (70) in den Fußstapfen seines Bruders Alfons als Hornmeister.

Walter Heil, Bläserobmann

Die Bläser bei einer Stadtführung durch Memmingen bei der Landesgartenschau im Juni 2000

Wo immer etwas los ist im Verein, die 15 Bläser(innen)sind dabei: Ob bei Gesellschaftsjagden, Hubertusmessen, Geburtstagen, Naturschutz- und Hegeschauen, Jubiläen, Versammlungen, aber auch bei Trauerfeiern.

Entsprechend vielseitig ist die Musik, denn gerade das Jagdhorn ist dafür geeignet unterschiedliche Stimmungen auszudrücken. Die Gruppe verfügt dazu sowohl über Fürst-Pleß-Hörner, als auch über Parforcehörner, die je nach Anlaß verwendet werden.

Die Gruppe wird von Matthias Mangold, einem erfahrenen Hornmeister, musikalisch geleitet Um die organisatorischen Angelegenheiten kümmert sich der Bläserobmann Walter Heil. Die Gruppe ist zwar noch recht aktiv, damit es aber so bleibt, werden Jägerinnen und Jäger, auch solche, die es werden wollen oder andere jagdlich Interessierte herzlich eingeladen, einmal ganz unverbindlich mit der Bläsergruppe Kontakt aufzunehmen. Die Ausbildung ist kostenlos, das Jagdhorn wird vom Verein gestellt. Nur üben muss man selbst! Davon hängt die Dauer der Ausbildung ab!


 

 

 

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!

Walter Heil
Tel. Nr. 08341/40625
Verfasser und Ansprechpartner